Nootropika.
Nootropika verfolgen sehr unterschiedliche Ziele: wach zu bleiben, den Schlafrhythmus zu verändern, Stress zu verringern und das Gedächtnis zu verbessern sind keine austauschbaren Ergebnisse. Akute Effekte bei Laboraufgaben belegen zudem keine dauerhafte Verbesserung der Alltagskognition.
8 nach Evidenz bewertete EinträgeWas die Evidenz noch nicht klären kann
Studien sind häufig klein und kurz; ihre Ergebnisse hängen oft von Dosis, Ausgangsschlaf, Extrakt und gewähltem Kognitionstest ab. Produktspezifische Befunde zu Pflanzenstoffen und zugelassene Anwendungen verschreibungspflichtiger Arzneimittel dürfen nicht zu einer Leistungssteigerung bei Gesunden verallgemeinert werden.
Risiken hängen von der Intervention ab
Schlafstörungen, Sedierung, Angst, Herz-Kreislauf-Wirkungen, Arzneimittelwechselwirkungen und uneinheitliche Inhaltsstoffe von Präparaten treten in dieser Kategorie wiederholt auf. Bei manchen Einträgen sind auch Verschreibungspflicht und Anti-Doping-Regeln relevant.
Strong-Evidenz führt diese Kategorie an
Die Bewertungen vergleichen das Vertrauen in den genannten Nutzen eines Eintrags—nicht, ob jede Intervention geeignet oder empfehlenswert ist.
So funktionieren die BewertungenAlle Einträge zu nootropika
Von stärkerer zu schwächerer Evidenz sortiert.
Koffein
Ein gut untersuchtes Stimulans, das Wachheit und Aufmerksamkeit zuverlässig verbessert; Schlafstörung und Toleranz sind die wichtigsten Nachteile.
Melatonin
Ein Hormon der inneren Uhr, das bei Jetlag und ausgewählten Schlafrhythmusstörungen nützlich ist, bei chronischer Schlaflosigkeit aber nur kleine Durchschnittseffekte zeigt.
Koffein + L-Theanin
Eine aus Tee bekannte Kombination mit Evidenz für kleine, kurzfristige Aufmerksamkeitsvorteile bei kontrollierten Laboraufgaben.
Bacopa monnieri
Ein traditioneller Pflanzenextrakt mit uneinheitlicher moderner Evidenz zu Gedächtnis und Aufmerksamkeit sowie erheblichen Unterschieden zwischen Produkten.
Modafinil
Ein verschreibungspflichtiges Wachheitsmittel mit nur sehr kleiner durchschnittlicher kognitiver Wirkung bei ausgeruhten gesunden Erwachsenen sowie wichtigen medizinischen, interaktionsbezogenen und sportlichen Einschränkungen.
Igelstachelbart
Ein beliebter Heilpilz mit interessanter präklinischer Biologie, aber gemischten, winzigen und produktspezifischen Humanstudien zur Kognition.
Ashwagandha
Ein traditionelles Pflanzenpräparat mit kleinen Kurzzeitstudien zu Stress und Schlaf, erheblichen Produktunterschieden sowie seltenen Leber- und Schilddrüsenrisiken.
Ginkgo biloba
Ein breit vermarkteter Pflanzenstoff, der in großen, strengen Studien weder Demenz verhinderte noch normalen kognitiven Abbau verlangsamte.
ANABIOTICA