Nootropika

Ashwagandha

Ein traditionelles Pflanzenpräparat mit kleinen Kurzzeitstudien zu Stress und Schlaf, erheblichen Produktunterschieden sowie seltenen Leber- und Schilddrüsenrisiken.

Früh
Evidenzbewertung
Evidenzprüfung

Was die Evidenz sagt

Ashwagandha-Produkte sind Wurzel- oder Wurzel-Blatt-Extrakte aus Withania somnifera und oft auf unterschiedliche Withanolid-Gehalte standardisiert. Ergebnisse eines proprietären Extrakts bestimmen weder Dosis, Zusammensetzung noch Wirkung eines anderen Pulvers, Gummiprodukts oder Gemischs.[1][2]

Eine Metaanalyse von 2024 mit neun randomisierten Studien und 558 Teilnehmenden fand Verbesserungen bei empfundenem Stress, Angstskalen und Cortisol. Eine weitere Übersicht zu Angst und Schlaflosigkeit umfasste nur fünf Studien mit 254 Personen und berichtete extrem hohe Heterogenität, wodurch der Durchschnittseffekt unsicher ist.[2][3]

Eine breitere Übersicht von 2025 mit 14 Studien zeigte ebenfalls Empfindlichkeit gegenüber kleinen Studien und Ausreißern. NCCIH folgert, dass manche Präparate kurzfristig bei Stress oder Schlaflosigkeit helfen können, während die Evidenz für Angst und viele andere beworbene Anwendungen unklar bleibt.[4][1]

Schläfrigkeit, Übelkeit, weicher Stuhl und Magenbeschwerden kommen vor. Seltene klinisch erkennbare Leberschäden wurden berichtet, und Ashwagandha kann die Schilddrüsenfunktion beeinflussen. NCCIH rät in Schwangerschaft und Stillzeit ab und mahnt bei Schilddrüsen- oder Autoimmunerkrankungen, bevorstehenden Operationen sowie Arzneimitteln für Diabetes, Blutdruck, Sedierung, Krampfanfälle, Immunsystem oder Schilddrüse zur Vorsicht.[5][1]

Mögliche Vorteile

  • Kann bei manchen Erwachsenen über etwa sechs bis zwölf Wochen empfundenen Stress verringern.[2]
  • Kann mit ausgewählten Extrakten Schlafwerte geringfügig verbessern.[3][1]

Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen

  • Kann Schläfrigkeit, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen oder Bauchbeschwerden verursachen.[1]
  • Seltene Leberschäden und Schilddrüsenwirkungen sind möglich; Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit sollte vermieden werden.[5][1]
So haben wir bewertet

Aufschlüsselung der Evidenz

Metaanalysen deuten auf weniger empfundenen Stress und kleine Schlafverbesserungen hin. Studien sind jedoch kurz, heterogen, oft industrienah und verwenden nicht austauschbare Extrakte.

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Klinische RelevanzModerat

Studien messen validierte Stress-, Angst- und Schlafskalen, aber keine langfristige Funktionsfähigkeit.

StudienqualitätNiedrig

Die Stichproben sind klein und heterogen, mit hoher Inkonsistenz und extraktspezifischen Ergebnissen.

SicherheitsdatenNiedrig

Die Kurzzeitverträglichkeit ist beschrieben; Langzeit-, Reproduktions-, Leber- und Schilddrüsenrisiken müssen besser geklärt werden.

Referenzen

Vollständige Quellenliste

  1. Ashwagandha: Usefulness and Safety

    National Center for Complementary and Integrative Health · 2025

  2. Effects of Ashwagandha supplementation on stress and anxiety: a systematic review and meta-analysis

    Nutrients · 2024

  3. Effect of Ashwagandha extract on anxiety and insomnia: a systematic review and meta-analysis

    Journal of Functional Foods · 2024

  4. Ashwagandha for mental health conditions: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials

    Psychiatry Research · 2025

  5. Ashwagandha

    LiverTox, National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases · 2024