Zink
Ein essenzielles Spurenelement, bei dem die Behebung eines Mangels wichtig ist und Lutschtabletten eine Erkältung verkürzen können, während Überdosierung Kupfermangel und neurologische Schäden verursachen kann.
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ModeratWas die Evidenz sagt
Zink ist für Immunfunktion, Wachstum, Wundheilung und Geschmackssinn notwendig. Eine Ergänzung ist bei bestätigtem Mangel oder unzureichender Zufuhr sinnvoll, doch mehr Zink verbessert die Immunität nicht fortlaufend; die tolerierbare Obergrenze für Erwachsene liegt bei insgesamt 40 mg täglich.[1]
Eine Cochrane-Übersicht von 2024 kam zu dem Schluss, dass Zink eine bestehende Erkältung möglicherweise verkürzt, sie aber wahrscheinlich kaum oder gar nicht verhindert. Eine frühere Metaanalyse schätzte rund 1,7 Tage weniger Symptome, bei extremer Heterogenität und häufiger Übelkeit sowie schlechtem Geschmack.[2][3]
Die Chemie der Lutschtablette ist wichtig, weil Inhaltsstoffe Zink binden und die Freisetzung freier Ionen verringern können. Positive Metaanalysen hoher Dosen bestätigen daher nicht jedes Handelsprodukt. Eine spätere randomisierte Studie einer kommerziellen Acetat-Lutschtablette fand keine schnellere Genesung und verdeutlicht das ungelöste Formulierungsproblem.[4][5]
Dosen ab 50 mg über mehrere Wochen können die Kupferaufnahme hemmen, HDL-Cholesterin senken, die Immunfunktion beeinträchtigen und schließlich Anämie oder neurologische Schäden verursachen. Zink beeinflusst zudem Tetrazyklin- und Chinolon-Antibiotika sowie Penicillamin. Intranasales Zink sollte wegen Berichten über dauerhaften Geruchsverlust gemieden werden.[1][6]
Mögliche Vorteile
Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen
Aufschlüsselung der Evidenz
Die Behandlung eines Mangels ist etabliert. Erkältungsstudien deuten auf eine mögliche Verkürzung durch orales Zink hin, bei uneinheitlichen Formulierungen, Geschmacksproblemen, Übelkeit und ohne klare Präventionswirkung.
Unsere vollständige Methodik lesenDie Evidenz umfasst Mangelzustände, Erkältungsdauer, Toxizität und Arzneimittelwechselwirkungen.
Es gibt viele randomisierte Erkältungsstudien, doch Formulierungen, Dosen, Einnahmezeitpunkt und Endpunkte unterscheiden sich stark.
Akute Magen-Darm-Wirkungen, Kupfermangel, Arzneimittelwechselwirkungen und Geruchsverlust durch intranasale Anwendung sind gut dokumentiert.
Vollständige Quellenliste
- Zinc: Health Professional Fact Sheet
NIH Office of Dietary Supplements · 2025
- Zinc for prevention and treatment of the common cold
Cochrane Database of Systematic Reviews · 2024
- Zinc for the treatment of the common cold: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials
CMAJ · 2012
- Zinc lozenges and the common cold: a meta-analysis comparing zinc acetate and zinc gluconate
JRSM Open · 2017
- Zinc acetate lozenges for the treatment of the common cold: a randomised controlled trial
BMJ Open · 2020
- Is intranasal zinc effective and safe for the common cold? A systematic review and meta-analysis
Journal of Primary Health Care · 2009
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