Nahrungsergänzung

Magnesium

Ein essenzieller Mineralstoff, bei dem die Korrektur eines Mangels wichtig ist, während zusätzliche Supplementierung engeren indikationsspezifischen Nutzen bietet.

Moderat
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Was die Evidenz sagt

Magnesium wird für neuromuskuläre, metabolische und Knochenfunktionen benötigt. Supplementierung ist klar angemessen, wenn ein Mangel oder übermäßiger Verlust festgestellt wird. Serum-Magnesium kann manche Verarmung jedoch übersehen, und Symptome wie Müdigkeit oder Krämpfe sind unspezifisch.[1]

Zum Blutdruck fand eine Metaanalyse von 2025 zu 38 randomisierten Studien mittlere Senkungen von etwa 2,8 mmHg systolisch und 2,0 mmHg diastolisch, mit größeren Effekten bei Menschen mit Hypomagnesiämie oder behandelter Hypertonie. Das ist ein moderater Zusatznutzen, kein Ersatz für blutdrucksenkende Versorgung.[3]

Die Migräneevidenz ist vielversprechend, aber heterogen: Eine Supplement-Metaanalyse von 2024 berichtete weniger Anfälle und Migränetage. Die NIH weisen darauf hin, dass Präventionsdosen häufig die Obergrenze für Präparate überschreiten und ärztlich begleitet werden sollten. Eine Cochrane-Übersicht fand dagegen, dass Magnesium bei gewöhnlichen Skelettmuskelkrämpfen älterer Erwachsener wahrscheinlich nicht hilft.[4][1][5]

Nicht aufgenommenes Magnesium verursacht häufig Durchfall, Übelkeit und Krämpfe. Schwere Toxizität ist bei normaler Nierenfunktion selten, kann bei eingeschränkter renaler Clearance oder extremen Dosen aber Hypotonie, Schwäche, Atemnot, Herzrhythmusstörungen oder Herzstillstand verursachen. Magnesium verringert zudem die Aufnahme mancher Antibiotika und Bisphosphonate, wenn sie nicht zeitlich getrennt werden.[1][2]

Mögliche Vorteile

  • Korrigiert unzureichende Magnesiumzufuhr oder klinisch bedeutsamen Mangel.[1]
  • Kann bei ausgewählten Patienten den Blutdruck moderat senken oder die Migränehäufigkeit verringern.[3][4]

Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen

  • Verursacht je nach Salz und Dosis häufig Durchfall, Übelkeit und Bauchkrämpfe.[2]
  • Kann sich bei Nierenfunktionsstörung gefährlich anreichern und Antibiotika sowie Bisphosphonate beeinträchtigen.[1]
So haben wir bewertet

Aufschlüsselung der Evidenz

Die Mangelbehandlung ist etabliert; randomisierte Evidenz deutet auf kleine Blutdruck- und mögliche Migränevorteile hin. Die Effekte rechtfertigen keine pauschale Supplementierung bei ausreichend versorgten Erwachsenen.

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Klinische RelevanzHoch

Die Evidenz umfasst Mangel, Blutdruck, Migränehäufigkeit und klinisch wichtige Toxizität.

StudienqualitätModerat

Es gibt mehrere Metaanalysen randomisierter Studien mit unterschiedlichen Salzen, Dosen und Ausgangswerten.

SicherheitsdatenHoch

Dosisabhängige Magen-Darm-Wirkungen, Nierenrisiko und Arzneimittelwechselwirkungen sind gut beschrieben.

Referenzen

Vollständige Quellenliste

  1. Magnesium: Health Professional Fact Sheet

    NIH Office of Dietary Supplements · 2025

  2. Magnesium: Consumer Fact Sheet

    NIH Office of Dietary Supplements · 2025

  3. Magnesium supplementation and blood pressure: an updated systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials

    Hypertension · 2025

  4. Effects of selected dietary supplements on migraine prophylaxis: A systematic review and dose-response meta-analysis of randomized controlled trials

    Neurological Sciences · 2024

  5. Magnesium for skeletal muscle cramps

    Cochrane Database of Systematic Reviews · 2020