Urea
Ein konzentrationsabhängiges Feuchthaltemittel und Keratolytikum mit nützlicher Evidenz für trockene, verdickte und schuppige Haut.
Veröffentlicht Aktualisiert Änderungsverlauf
ModeratWas die Evidenz sagt
Urea ist Teil des natürlichen Feuchthaltefaktors der Haut. Bei Konzentrationen von etwa 10 % oder weniger wirkt sie hauptsächlich als Feuchthaltemittel. Über 10 % erweicht und löst sie zunehmend dicke Schuppen. Deshalb werden stärkere Präparate für Hornhaut, Keratodermie oder stark schuppende Erkrankungen statt für routinemäßige Gesichtspflege eingesetzt.[1][2]
Eine systematische Übersicht zu Feuchtigkeitscremes bei Fußxerose fand Urea als meistuntersuchten Inhaltsstoff. Studienqualität und Endpunktunterschiede verhinderten jedoch eine feste Rangfolge. Eine breitere Übersicht fand klinische Wirkungen für Urea und Glycerin besser dokumentiert als für mehrere andere hervorgehobene Inhaltsstoffe, verwies aber weiterhin auf begrenzte direkte Vergleiche.[3][4]
Eine neuere systematische Übersicht zu Ichthyose, atopischer Dermatitis, Psoriasis und anderen Erkrankungen berichtete über 31 ausgewählte Studien Verbesserungen von Trockenheit, Schuppen, Erythem und transepidermalem Wasserverlust. Das stützt den Nutzen bei unterschiedlichen schuppenden Erkrankungen, legt aber nicht eine Konzentration oder ein Vehikel für jede Diagnose fest.[5]
Stechen und Brennen werden mit steigender Konzentration oder bei Anwendung auf rissiger, entzündeter oder frisch rasierter Haut wahrscheinlicher. Hoch dosierte Urea sollte Augen und empfindliche Schleimhäute meiden. Anhaltende Reizung ist ein Grund, Stärke oder Häufigkeit zu verringern oder abzusetzen.[2][1]
Mögliche Vorteile
Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen
Aufschlüsselung der Evidenz
Klinische Studien stützen Urea bei Xerose und Schuppung. Formulierungen und Erkrankungen variieren jedoch; eine direkte Überlegenheit gegenüber anderen Feuchtigkeitscremes bleibt ungewiss.
Unsere vollständige Methodik lesenStudien messen Trockenheit, Schuppung, Juckreiz, Hydratation und Wasserverlust der Barriere.
Die Literatur umfasst kontrollierte Studien und systematische Übersichten mit heterogenen Produkten und Methoden.
Jahrzehntelange topische Anwendung zeigt überwiegend vorhersehbare, konzentrationsabhängige lokale Reaktionen.
Vollständige Quellenliste
- Topical urea in skincare: A review
Dermatologic Therapy · 2018
- Urea in Dermatology: A Review of its Emollient, Moisturizing, Keratolytic, Skin Barrier Enhancing and Antimicrobial Properties
Dermatology and Therapy · 2021
- Moisturisers for the treatment of foot xerosis: a systematic review
Journal of Foot and Ankle Research · 2017
- Clinical Effectiveness of Moisturizers in Atopic Dermatitis and Related Disorders: A Systematic Review
American Journal of Clinical Dermatology · 2015
- Effect of topical treatment with urea in ichthyosis, atopic dermatitis, psoriasis, and other skin conditions: a systematic review
Annals of Medicine and Surgery · 2025
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